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Wissenschaftlicher Werdegang

Wilhelm Reich wurde am 27.3.1897 in Dobrzcynica (Dobzau), Galizien, dem östlichsten Teil der alten Donaumonarchie, geboren.

1919 inskribierte er an der Wiener Universität Medizin und kam in Kontakt mit Freuds Psychoanalyse. Bereits mit 22 Jahren arbeitete er als Psychoanalytiker. Bald kristallisierte sich Reichs Interesse an Fragestellungen zur Energie der Sexualtriebe heraus.
Reich formuliert 1927 eine neue Sexualtheorie. In ihr beschreibt er einen engen kausalen Zusammenhang zwischen neurotischer Erkrankung und sexueller Bedürfnisstauung. Erst die sexuelle Bedürfnisstauung soll aktuelle Lebenskonflikte in neurotische Erkrankungen umwandeln können. Dort, wo sexuelle Erregung entsprechend lustvoll und befriedigend umgesetzt wird, verschwinden oder verringern sich neurotische Symptome. Reich meint, dass  Neurosen erst durch die dauerhafte Unterdrückung genital-sexueller Bedürfnisse durch Erziehung und Kultur, später noch durch deren charakterliche Fixierung entstehen. Diese These ließ ihn u.a. auch zum Befreiungssymbol der 68er Generation werden.

In weiterer Folge erforschte Reich die Folgen der chronischen Sexualunterdrückung für Seele und Körper (Panzerung). Auf der Suche nach dem Grundgesetz der Sexualität formuliert der unkonventionell verschiedene Wissenschaftsgebiete verknüpfende Reich die sog. Spannungs-Ladungs-Formel, die nicht nur den genitalen Liebesakt begründet, sondern letztlich jede vegetative Lebensfunktion.

Reich untersuchte die Gesetzmäßigkeit dieser Lebensformel am Menschen, wie an Einzellern; er entdeckte beim Mikroskopieren und im biologischen Labor Strahlungserscheinungen, die er nach etlichen Versuchsreihen als eine spezifisch biologische Energie/Strahlung interpretiert. Später soll er diese Strahlung Orgonenergie nennen.
Ab den 1940er Jahren widmet sich Reich der weiteren Erforschung der Eigenschaften und des Funktionierens dieser biologischen Energie, anfangs beim Menschen, später auch in der Athmosphäre und im kosmologischen Bereich.
Die Erforschung von Krankheitsprozessen auf Basis verschiedener Funktionszustände und Funktionszustandsänderungen der Lebensenergie stand zentral im Mittelpunkt: Beim Menschen war dies z.B. die Entstehung u.a. der Krebsbiopathie, der Entstehung sozialer bzw. gesellschaftlicher Schädigungen („emotionelle Pestkrankheit“), sowie Klimaveränderungen und die Auswirkung von radioaktiver Strahlung in der Athmosphäre (Dor-Energie, Deadly-Orgone).
Im Gegensatz dazu schien es Reich sehr wichtig, gesunde, ungepanzerte Entwicklungsstränge nachzuzeichen und zu beschreiben.

Für InteressentInnen, die detailliertere Informationen zum wissenschaftlichen Werdegang Wilhelm Reichs möchten, können auf den entsprechenden Abschnitt der Diplomarbeit von Mag.Dr. Günter Hebenstreit zurückgreifen.