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Formen

Kurzzusammenfassung Beatrix Teichmann-Wirth

Reich hat aufgrund seiner Arbeiten zum Widerstand in der Psychoanalyse erkannt, dass der Charakter des Menschen eine Entsprechung im Körperlichen hat. Er nannte dies „Körperpanzer“. Er beschrieb sieben Segmente (Augen, Kiefer, Hals, Brust, Zwerchfell, Bauch, Becken), in welchen sich chronische Kontraktionen ausbilden und zeigen können.

Reich trat der üblichen psychoanalytischen Praxis, in der Analysanden auf der Couch lagen, entgegen und arbeitete `face to face´. Er machte die Patienten zunächst nur verbal darauf aufmerksam, was er an Verspannungen und nonverbalem Ausdruck wahrnahm und ging sukzessive dazu über, direkt mit dem Körper zu arbeiten, indem er über Berührung und unter Anregung der Atmung eine Lösung der Kontraktionen ermöglichte. Die damit einhergehende Entladung von emotionalen Energien – oft verbunden mit einem heftigen Gefühlsausdruck – ermöglicht einen freien Fluss der Energie und ist somit die Basis für ein ganzheitliches Funktionieren. Ausdruck dieses freien Fließens – und damit der genitalen Gesundheit des Menschen, ist der `Orgasmusreflex´. Reich nannte diese Therapieform „Charakteranalytische Vegetotherapie“.

Lesen Sie mehr in dem Artikel “Charakteranalytische Vegetotherapie (Reichsche Körpertherapie)“(pdf Download) aus dem Buch G. Stumm & B. Wirth ( Hrsg.) (1994): Psychotherapie. Schulen und Methoden. Eine Orientierungshilfe für Theorie und Praxis. Wien: Falter.